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zadar-meeresorgel
Wo: Regionen | Wann: 28.03.2009 | Gelesen: 2778 mal

Die Zadar Meeresorgel und das etwas jüngere Werk der Stadt „Gruß an die Sonne“
des Architekten Nikola Bašic sind zwei Sehenswürdigkeiten der dalmatinischen
Stadt Zadar, die durch ihre Attraktivität die Blicke der Öffentlichkeit anziehen und
den kultur-historischen Werten und dem Ambiente dieser Stadt eine moderne
Note verleihen. Der Gruß an die Sonne besteht aus dreihundert mehrschichtigen
Glasplatten, die auf der gleichen Ebene mit der steingepflasterten Uferpromenade
in der Form eines Kreises mit 22 Meter Durchmesser angeordnet sind.
Unter
den begehbaren Glasplatten befinden sich mit Fotospannung betriebene Solarmodule,
über die eine symbolische Kommunikation mit der Natur realisiert wird.
Das Ziel ist, genauso, wie bei der Meeresorgel eine Kommunikation mit dem Ton
herzustellen, hier jedoch mit dem Medium „Licht“. Gleichzeitig mit dem „schönsten
Sonnenuntergang der Welt“ schalten sich auch Beleuchtungselemente ein,
die im Kreis eingebaut sind und erzeugen nach dem eigens für diesen Zweck
geschaffenem Szenario ein wunderschönes, außerordentlich eindrucksvolles Lichtspiel,
das dem Rhythmus der Wellen und den Klängen der Meeresorgel folgt.
Das mit Fotospannung betriebene Solarmodul absorbiert am Tag Sonnenenergie
und formt sie danach in elektrische Energie um. Auf dem Informationsbildschirm
kann man die aktuelle Produktion der elektrischen Energie ablesen, und es wird
erwartet, dass das gesamte System jährlich ca. 46.500 kWh erzeugen wird.
Dies ist eigentlich ein kleines Kraftwerk, dessen Energie nicht nur allein für das
Werk Gruß an die Sonne verwendet wird, sondern auch für die gesamte Beleuchtung
der Uferpromenade. Diese Energie wird dreimal billiger als die bestehende
sein und das Projekt selbst ist ein einmaliges Beispiel der Verknüpfung
der Nutzung erneuerbarer Energien, energetischer Effizienz und der Einrichtung
öffentlicher Flächen in der Stadt.In Zusammenarbeit mit Prof. Maksim Klarin aus
der Zadarer Schule für Seewesen wurden im Ring um den Gruß an die Sonne
die Heiligen der Stadt Zadar, alle Namensträger heutiger, aber auch ehemaliger
Kirchen auf der Halbinsel eingetragen. Neben jedem ihrer Namen und Feiertage,
an denen sie gefeiert werden, ist auch die Deklination sowie die Höhe der Sonne
und die Dauer des Sonnenlichts am entsprechenden Feiertag und an diesem
Standort auf der Uferpromenade eingetragen. Auf diese Art und Weise wird die
Verbindung von Zadar mit dem Kalender des Heiligen Krševan betont, der einen
großen Beitrag für die Zeitmessung und die astronomische Navigation geleistet hat.
Das Werk Gruß an die Sonne, als Modell des Sonnensystems mit den zugehörigen
Planeten, ist mit der Meeresorgel verbunden. Es handelt sich nämlich um
einen besonders geformten Küstenteil mit einigen Treppen, die sich über ca. 70
Meter Küste erstrecken und ins Meer führen. Unter ihnen sind 35 Rohre in der
Küste eingebaut, die verschiedene Längen, Durchmesser und Gefälle haben.
An den Rohrenden befinden sich Pfeifen, die sieben Akkorde von je fünf Tönen
spielen, die durch die Meereswellen in die Orgelpfeifen angepresste Luft entstehen.
Beide Werke, ziehen große Aufmerksamkeit der Besucher, aber auch der
fachkundigen Öffentlichkeit auf sich und stellen ein Motiv für die Besichtigung
der Stadt Zadar dar. Einer Stadt mit reichem Denkmalerbe, in der sich unter
anderem auch die Kirche des Heileigen Donatus aus dem 9. Jahrhundert be-
findet, die bekannteste mittelalterliche Basilika und das Wahrzeichen der Stadt.
Link Tipp:Tourismusverband der Region Zadar
www.zadar.hr